Starte bei einem groben SaaS‑Multiple und justiere systematisch: Abzüge für Plattformexposure, Kundendichte, Supportlast; Zuschläge für NRR‑Stärke, Preismacht, nachgewiesene Portabilität. Dokumentiere jeden Schritt, um Transparenz zu schaffen. So entsteht kein Zahlenzauber, sondern ein nachvollziehbarer Korridor, in dem Käufer und Verkäufer sich fair begegnen und fokussiert über echte Hebel verhandeln können.
Prognostiziere Retainer‑Umsätze mit Kündigungswahrscheinlichkeiten, Kapazitätsgrenzen, Hiring‑Lags und Preisentwicklung. Berücksichtige Rework, Puffer für Ausfälle und Staff‑Mix. Diskontiere konservativ und spiele Downside‑Szenarien. Wenn Ergebnis und Story übereinstimmen, entsteht Glaubwürdigkeit. Ein transparenter DCF hilft, kurzfristige Schwankungen einzuordnen und den nachhaltigen Ertragskern deutlicher sichtbar zu machen.
Simuliere eine 15‑prozentige Plattform‑Gebührenerhöhung oder API‑Limit‑Verschärfung. Wie reagieren Margen, Lieferzeiten, Preisdurchsetzung? Leite Gegenmaßnahmen ab: Bundles, Automatisierung, neue Add‑ons, Portabilität. Dokumentiere Entscheidungsregeln je Trigger. Wer solche Schocks vorab kalkuliert, verhandelt ruhiger und zeigt Reife, die sich in besseren Konditionen, geringeren Risikoabschlägen und stabileren Partnerschaften niederschlägt.